Die Kreuzwegstationen Jesu – Was hat das mit mir und meinem Leben zu tun?

Im Religionsunterricht haben Schüler/innen der 1. Klassen Bilder zu den einzelnen Kreuzwegstationen gemalt und somit ihre Vorstellung des Leidensweges Jesu zu Papier gebracht.
In einem weiteren Schritt haben wir uns gemeinsam überlegt, ob diese Situationen etwas mit unserem Leben heute zu tun haben. Besonders die Klassen 3a, 3b und 4c haben sich intensiver damit auseinandergesetzt.
Ursprünglich hätten wir die Bilder samt den Gedanken in der Aula der Schule präsentiert.
Da dies nun nicht möglich ist, haben wir bei den Bildern eine kleine Auswahl getroffen und die Gedanken der Schüler/innen und unsere Gedanken kombiniert und in Form gebracht.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die sich mit ihren Gedanken und vor allem ihrem künstlerischen Talent engagiert haben.

Angelika Paulitsch und Niko Pranjic, Fastenzeit 2020

4. Station:

Jesus begegnet seiner Mutter

 

Begegnungen stärken und helfen uns weiter, Begegnungen schaffen Vertrauen und Nähe, liebgewonnene Freunde und Familienmitglieder können uns in schwierigen Situationen aufbauen, trösten und Mut zusprechen.

In diesen Tagen wird uns in besonderer Weise deutlich, auf welche Menschen ich jederzeit zählen, aber auch wem ich beistehen und helfen kann. Es wird uns auch bewusst, wen ich vermisse und für ein glückliches Leben brauche.

6. Station:

Veronika reicht Jesus das Schweißtuch


Veronika hat erkannt, was Jesus in dem Moment braucht, er ist verletzt, gemartert, abgekämpft, der Schweiß, der in seine Wunden rinnt, schmerzt. Da kommt diese Frau und reicht ihm das Tuch, sie reinigt seine Wunden und lindert seine Qualen.

Auch heute gibt es Menschen, die sich selbstlos um andere kümmern, die sich nicht überlegen, welchen Nachteil sie daraus haben, die spüren, auf was es jetzt gerade ankommt. Denken wir besonders an alle Ärzte und Krankenpfleger/innen, Menschen, die die Grundversorgung sichern, Politiker/innen, die für alle die beste Lösung entscheiden müssen, aber auch Menschen wie du und ich, die durch ihren persönlichen Beitrag und Einsatz Leben retten können.

3., 7., 9. Station:

Jesus fällt drei Mal unter dem Kreuz

Jesus fällt drei Mal, aber er rappelt sich wieder auf, er geht seinen vorbestimmten Weg weiter, bis zum Ende, bis zu seinem Tod. Wir glauben, dass Jesu Tod jedoch nicht das endgültige Ende, sondern ein neuer Anfang ist.

Jesu Beispiel kann uns zeigen:

Gib nicht auf, auch wenn es manchmal schwerfällt. Halte durch, mach weiter. Egal, was war oder welche Fehler du gemacht hast, jede und jeder hat eine neue Chance.

Die heutige Situation ist für manche schwierig und bedrohlich, Unsicherheit im Umgang untereinander begleitet uns, aber wir können es auch als Chance für ein neues Miteinander sehen. Wie viele Zeichen der Solidarität und der gegenseitigen Unterstützung wachsen gerade in diesen Tagen. Hoffentlich gelingt es uns, gestärkt aus dieser Zeit herauszugehen und uns auf das Wesentliche in unserem Leben und im Umgang mit Natur und Mensch zu besinnen.

12. Station:

Jesus stirbt am Kreuz


Jesus hängt am Kreuz, festgenagelt, fixiert, hilflos und scheinbar allein.

Über ihm ist ein Herz, es zeigt für mich Gottes Liebe und Zuwendung - trotz allem - Gott begleitet Jesus auf seinem Weg.

Am Boden wachsen Blumen, es könnte ein Zeichen für neues Leben sein. Aus all dem Leiden Jesu erwächst etwas Gutes, wir dürfen daran glauben, dass Gott für uns einen Plan hat, der uns im ewigen Himmel weiterleben lässt.

Es gibt Situationen, in denen ich mich hilflos, verlassen und auf mich alleingestellt fühle. Ich bin bewegungsunfähig und komme nicht von der Stelle. Ich habe keine schnelle Lösung parat.

Und doch gibt es da jemanden, der mich begleitet, der bei mir ist und seine schützende Hand über mich hält. Das können meine Familie, Freunde, Lehrpersonen oder auch Gott sein.

Und in jedem Leben wachsen schon Blumen der wiederkehrenden Freude, der Hoffnung und Zuversicht, des Glaubens an eine gute Welt und Menschen, denen ich vertrauen und auf die ich bauen kann.